Pflugschule
Die Bildungspartnerschaft Schule-Museum mit der Pflugschule zählt seit dem Jahr 2020 zu einem festen und zukunftsweisenden Bestandteil unserer Vermittlungsarbeit.
Gemeinsam mit den Unterrichtenden werden die objekt- und handlungsorientierten Unterrichtsmodule gegenwartsbezogen konzipiert. So sind die Module auf die Bildungspläne abgestimmt und im Schulcurriculum verankert. Die Bandbreite der Module orientiert sich am Kaleidoskop der Sammlung: Stadtgeschichte, Bildende Kunst, Naturkunde und Archäologie.
In verschiedenen Jahrgangsstufen und Zeiträumen findet das Arbeiten und Lernen im Museum statt. In der Schule werden diese Module vor- und nachbereitet, im Museum werden sie durchgeführt. Das Museum wird zum außerschulischen Klassenzimmer. Der Unterricht wird hier regional angebunden und vertieft. Durch das „Öffnen der Vitrinen“ wird regionale Kultur- und Kunst direkt erlebbar.
Modul: Bildende Kunst
Rund um Pflug – ganz schön klug!
Klasse. 5 +
Die zentrale Frage ist: Was hat die Pflugschule mit dem Museum Biberach zu tun?
Es erfolgt eine theoretische wie werkpraktische Auseinandersetzung mit dem Namensgeber J.B. Pflug. Die werkpraktische Arbeit wird jeweils auf die Bedürfnisse und Wünsche der Klasse an-gepasst.
10 - 12 Doppelstunden
Module: Geschichte
Mittelalter
Klasse: 4 +/-
Zentrales Thema: Biberach in der Zeit des Mittelalters.
Der Einstig in das Thema findet im Museum in der Abteilung der Stadtgeschichte statt.
Anschließen erfolgt ein gemeinsamer Stadtgang.
1 Doppelstunde
Nationalsozialismus
Klasse: 8
Einstig in das Thema bildet ein Stadtgang geleitet durch einen Action Bound. Anschließend folgt die Auseinandersetzung mit original Objekten, Texten und Personen im Bezug zu unserer regionalen Geschichte.
2-3 Doppelstunden
Projekte:
Rund um Pflug - ganz schön klug!
Was hat die Pflugschule mit dem Museum Biberach zu tun? Gemeinsam ging die Klasse 3/4/5 (Frau Kneer/Frau Reichle) dieser Frage nach. Über einen Zeitraum von Januar bis Juni erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Museum und die Arbeit des Künstlers Johann Baptist Pflug, dem Namensgeber der Schule.
Auf die Auseinandersetzung mit den originalen Werken folgte die eigene praktische Arbeit. Inspiriert von den Genre- und Räuberdarstellungen gingen die Schülerinnen und Schüler ans Werk. Grundlage für die detailreichen Gemälde von Johann Baptist Pflug sind Bleistiftskizzen, welche er vor Ort anfertigte. Baukastenartig kombinierte er mehrere Szenen zu einem neuen Bild. In Anlehnung an diese Vorgehensweise erstellten die Kinder mit Farbe »Klecks-Bilder«. In diesen wurden, in einem zweiten Schritt, Objekte und Figuren identifiziert. Aus diesen vielen Einzelteilen setzten die Schülerinnen und Schüler dann modulartig ein neues Bild zusammen. Entstanden sind so 14 individuelle, detailreiche und eindrucksvolle Bildergeschichten! Diese sind bis zum 28.09.25 als Ausstellungsintervention in der Kunstabteilung 17. bis 19. Jahrhundert im Museum zu sehen.
Lisa Lütjens-Kresse
Museumsvermittlung Bildungspartnerschaften