Book Launch Forschungsstation »FREMD«
mit Alexandra Nebel
14.11.2026
16:00 Uhr
Die Künstlerin Alexandra Nebel und die Kuratorin Judith Bihr stellen die Online-Publikation »Forschungsstation FREMD« vor. Sie entstand aus einer partizipativer Kunstaktion, die Alexandra Nebel 2024 in Biberach und Umgebung umgesetzt hat: In Anlehnung und Hommage an Fridel Dethleffs-Edelmanns »Wohnauto« lebte und arbeitete Alexandra Nebel für zehn Tage in einem Wohnmobil und war damit an verschiedenen Orten unterwegs, um Menschen zu erreichen, die gewöhnlich nicht ins Museum gehen.
Die Publikation vereint drei Facetten: Sie ist ein Künstlerinnen-Arbeitsbuch, die Dokumentation des ersten Kunstwerks in der Sammlung des Museums Biberach, an dem Menschen aus der Region mitgewirkt haben, sowie eine fachliche Einordnung des partizipativen Projekts.
Während des Book Launch wird die Versuchsanordnung mit Leinwand und mobiler Greenscreen der Forschungsstation »FREMD« nochmals im Museumsfoyer aufgebaut und darf von Besucherinnen und Besuchern erweitert werden. Die Künstlerin erklärte 2024 zu ihrem Projekt: »Viele Menschen suchen in unserem Land Zuflucht. Das »Fremde« ist aus unserer Lebenswelt nicht mehr wegzudenken. Es ist konkret und gesellschaftliches Thema. Dieses sogenannte »Fremde« wird von rechten Parteien benutzt, um Ängste zu schüren und als Lösungsansatz für komplexe Probleme herangezogen. Die Debatte landet im öffentlichen Diskurs, rechtes Wording wird gesellschaftsfähig und landet mitten in der Gesellschaft. Nicht nur ich finde diese Entwicklung bedrohlich. Damit rechtes Gedankengut keinen Nährboden findet, möchte ich ein Klima der Offenheit schaffen, Vorurteile benennen und diese ernst nehmen, um sie zu entschärfen.«
Die Forschungsstation »FREMD« wechselt spielerisch den Blickwinkel auf Fremdes und Vertrautes. Ausgehend von der erfolgreichen Migrationsgeschichte der Kartoffel entstand im Herbst 2024 ein gemeinschaftlich gestaltetes Bild, ein Film und eine Audio-Arbeit, die die komplexen Zusammenhänge unserer Welt mit persönlichen Geschichten visualisieren. Kunst als Motor demokratischer Prozesse.
Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
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